SLOW ART by DORIS DUSCHELBAUER

  

In einer Welt, in der wir kaum Zeit zum Abschalten finden, versuche ich das zu kreieren,

wonach sich viele Menschen sehnen:

Orte, an denen die Zeit langsamer zu laufen scheint. Betreten kann man

diese Orte allerdings nicht. Aber betrachten. 

 

Deshalb schaffe ich:
Slow Art. Die Kunst der Entschleunigung.

 

 

 

Doris Duschelbauer ist eine deutsche auf Mallorca lebende Künstlerin, wo das Meer, das Licht und das mediterrane Klima sie inspirieren lichtdurchflutete Bilder zu schaffen.

Lange Reisen durch Nord- und Südamerika zeigten ihr die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen. Während dieser sehr wichtigen Phase ihres Lebens fand sie immer wieder die Gelegenheit,  in den Ateliers diverser Künstler mitzuarbeiten, was ihr dabei half, ihren eigenen Stil zu finden.

Orte, die sie sehr geprägt haben, sind Mexiko, New York und Montreal, wo sie drei Jahre lang lebte. Nach Ihrer Rückkehr nach Europa, war sie zunächst noch fünf Jahre bei den Werbeagenturen Springer & Jacby und Jung von Matt tätig, wird aber schliesslich auf Mallorca sesshaft, wo sie auch heute noch wohnt.

 

"Normalerweise arbeite ich nur mit Spachtel und Schwämmen.  Ich male in Schichten und liebe es, die einzelnen Farbschichten durch Schleifen und Abkratzen zu bearbeiten, wobei oft  Figuren oder abstrakte Landschaften zum Vorschein kommen."

 

 

Doris Duschelbauer hat an internationalen Ausstellungen teilgenommen. Ihre Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen wie unter anderem in New York, Kanada, England, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Spanien. 













„Slow-Art“ – Kunst, die entschleunigt

Doris Duschelbauer

Doris Duschelbauer, 1963 in Heilbronn geboren, begann schon als Mädchen zu malen. Im Alter von 7 Jahren gewann sie den ersten Preis eines Malwettbewerbs für ein großes Kaufhaus und mit Stolz und Freude übernahm sie ihr „erstes Fahrrad!“ Es animierte sie weiter zu forschen, zu forschen da, wo die große weite Welt ist. Mit dem Kunstleistungskurs absolvierte sie ihr Abitur, und gleich danach nahm sie an ihrer ersten Gemeinschaftsausstellung teil, in der sie von der Presse anerkannt und hoch gelobt wurde. Nachdem sie ihre Lehre als Werbekauffrau beendet hatte, zog es sie weit fort.

Die große weite Welt…
Mit ihrem ersparten Geld ging es fort. Sie packte ihren Rucksack und reiste zunächst ein halbes Jahr lang alleine durch Nord- und Südamerika und mit kurzer Unterbrechung noch einmal eineinhalb Jahre lang in Begleitung einer Freundin. „Dort lernte ich die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen anderer Menschen kennen, sah und erlebte wie reduziert man leben kann und trotzdem glücklich ist.“ Sie malte, stellte Schmuck und Mode her. Inspiriert und kreativ wie sie war, konnte sie davon auf ihren Reisen nicht nur überleben, sie war damit auch erfolgreich. In dieser wichtigen Phase ihres Lebens fand sie immer wieder Gelegenheiten in Ateliers verschiedener Künstler reinzuschauen und mit ihnen zu arbeiten. Sie war berührt von der Offenheit und Gelassenheit, die ihr begegnete. Später in ihrer Kunst, zeigt sich das genau diese beiden Aspekte ihrer größten Transmitter sind. Nachdem sie Länder wie Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Mexico bereist hatte und zwei Jahre vergingen, ging es weiter, denn sie konnte nicht aufhören zu reisen. Es folgten die USA und Kanada. Da war sie 26 Jahre, legte einen Stop ein und lebte dreieinhalb Jahre in Montreal. Dort eröffnete Doris Duschelbauer ihre eigenen Ausstellungen und ihre tragbare „Kunst-in-Mode“ wurde auf Modenschauen präsentiert. Nach 10 Jahren im Ausland ging sie zurück nach Deutschland. In Hamburg arbeitet sie in der Werbung u.a. für Werbeagenturen mit internationalem Niveau, wie Springer&Jacoby und Jung von Matt, mit die größten Agenturen in Deutschland.

Der Sprung auf die Insel…
Ihre große Sehsucht in die Ferne wurde sichtbar, als Springer&Jacoby in einem Altstadtpalast in Palma ein Kreativ-Zentrum errichtete und jemanden brauchten, der dieses Zentrum leitete. Es gab keine bessere dafür als Doris Duschelbauer, die der spanischen Sprache mächtig war und den Betrieb blind kannte. Sie zog nach Palma und lernte genau dort ihren mallorquinischen Lebenspartner Sebastian kennen, der sich ebenfalls der Kunst widmet. Sie wird sesshaft, sie ist angekommen und sie wird Mutter. Mittlerweile lebt sie seit 22 Jahren auf Mallorca und hat ihren Traum erfüllt, auf „dieser wunderbaren Insel von der Kunst zu leben“. Sie wurde im Laufe der Zeit immer mehr von der spanischen Künstlerszene aufgenommen und konnte bis heute an unzähligen Ausstellungen teilnehmen. Sie hat eine große Freundes- und Sammlergemeinde. Ihr Bekanntheitsgrad hat sich noch verstärkt, als das spanische Fernsehen einen Dokumentarfilm über sie und ihre Arbeiten zeigte. Mittlerweile befinden sich Arbeiten von ihr in privaten Sammlungen u.a. in New York, Kanada, England, Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien.

Slow-Art…
Der Begriff „Slow-Art“, den sie kreiert hat, drückt genau aus, was sie umsetzt in ihren Bildern. Schaut der Betrachter auf eines ihrer Bilder, so schaut er nicht auf etwas, sondern in etwas. Es ist als müsse er in etwas graben, immer weiter und weiter. Genau dies liegt an der Technik, mit der sie arbeitet. Unendlich viele Schichten von Farben, meist basierend auf Acryl, werden aufgetragen, getrocknet, gespachtelt, geschliffen, geritzt, geschoben, gewischt. In unterschiedlichen Arbeitsgängen und Zeitrhythmen, mit der sich dadurch immer wieder neukomponierten aufdeckenden Vielfalt, findet ein sich im Prozess befindbares Gemälde dann irgendwann seine Ankunft. Nach langem Bearbeiten bekommt das Werk abschließend zum Geschenk die Patina umgehangen und sein Geburtstag ist dann vollbracht, wenn es in seiner eigenen Ruhe strahlt. Duschelbauer lässt sich Zeit. So wie sie jahrelang gereist ist, reisen die Farben in ihr, reisen die Arbeitsvorgänge in ihr und das Werk geht mit ihr in die Symbiose. Die Weite der Ferne, die Tiefe greifbar nah und doch bleibt ihre Kunst ungreifbar fein. Formen entstehen, weil es das Gemälde in seiner Vielschichtigkeit so will. Die Sonne, das Meer, die Brisen stehen ihr bei ihren Arbeiten zur Seite, denn Duschelbauer arbeitet im Freien mit dem Blick darauf. Der Betrachter kann nicht ausweichen, denn da ist etwas, was ihn stehenbleiben lässt. Da beginnt die Absicht der Künstlerin ihren Auftrag zu erfüllen. Ruhig, leicht, zeitlos darf entschleunigt werden. Die meist großflächigen Bilder öffnen den Raum. Die Entdeckung der Langsamkeit darf beginnen. „In einer Welt, in der wir kaum Zeit zum Abschalten finden, versuche ich das zu kreieren, wonach sich viele Menschen sehnen: Orte, an denen die Zeit langsamer zu laufen scheint. Ich nenne es : Slow Art. Die Kunst der Entschleunigung.“

Wer die Kunst von Doris Duschelbauer erleben will und sie persönlich kennenlernen möchte, hat im September dazu die Möglichkeit: Am Donnerstag, 5. September um 20 Uhr gibt es in der Aina Pastor Gallery in Palma eine Vernissage und diese Galerie hat natürlich auch während der Nit de l‘Art in Palma am Samstag, den 21. September von 20-24 Uhr geöffnet. Beide Male ist Doris Duschelbauer anwesend.
Weitere Öffnungszeiten der Aina Pastor Gallery, C/. Costa de Santa Creu 14: Mo 16.30-20.30 Uhr, Di-Fr 11.30- 15.30 Uhr. www.duschelbauer.com
Nermin Goenenc und Roman Hillmann Foto: Doris Duschelbauer